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Mario Brandenburg

Sehr geehrte Damen und Herren,

News aus Berlin

ein chinesisches Sprichwort besagt: »Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen.« 

Ähnlich verhielt es sich in Berlin. In Berlin war deutlich zu spüren, dass die letzten vier Wochen von einem Umbruch geprägt waren. Die Bayern-Wahl machte deutlich, wie geschwächt die CDU und damit auch die Große Koalition wirklich ist. Es bleibt spannend, denn am kommendem Sonntag wird in Hessen gewählt. Die Wahl wird zeigen, welche Zukunft die Große Koalition hat und welche Veränderungen in der politischen Landschaft bevorstehen. 

In Berlin hatte ich viele Termine rund um das Thema Künstliche Intelligenz (KI). So startete vergangene Sitzungswoche mit einer siebenstündigen Klausurtagung der Enquete Kommission KI. Die Sachverständigen starteten mit Impuls Vorträgen und klärten Begriffe rund um Künstliche Intelligenz. 

Des Weiteren nahm ich als Diskutant an einer Podiumsdiskussion des Fraunhofer Instituts Teil. Thematisiert wurde die KI-Strategie der Bundesregierung. Es war spannend, mit anderen Parlamentariern wie Renate Künast und Anke Domscheit-Berg zu diskutieren. Ich bin der Meinung, dass die Weichen für die Entwicklung und den Einsatz von KI technologieoffen und vor allem zeitnah gestaltet werden müssen, damit Deutschland nicht ins Hintertreffen gerät. Die nächsten Wochen werde ich parlamentarische Initiativen zu Schlüsseltechnologien wie KI, Blockchain und künstliche Photosynthese einleiten. Genaueres wird zeitnah auf meiner Website und in den sozialen Medien bekannt gegeben.

Podiumsdiskussion

Ein weiteres Highlight waren die Cornelsen Ed Tech Days in Berlin, wo ich als Jury-Mitglied mit dabei war. Zwei Tage lang entwickelten verschiedene Teams aus Designern, Softwareentwicklern, Pädagogen und Experten nach der Design-Thinking Methode Prototypen zum Thema „Grundschule und Künstliche Intelligenz“. Spannende Ideen und Prototypen wurden entwickelt und werden mit Cornelsen bald in die Tat umgesetzt.

Cornelsen

Zudem suchte ich die letzten Wochen nach geeigneten Bewerbern für das Berliner Büro, denn die Arbeit nimmt durch die steigende Verantwortung (Enquete Kommission KI) stetig zu. Ab November fangen zwei neue Mitarbeiterinnen an, die sich mit inhaltlichen und sachlichen Aufgaben beschäftigen werden. Ich freue mich auf mein neues Team!

News aus dem Wahlkreis

Max-Planck-Institut und Eberhard-Karls-Universität Tübingen

Im Rahmen meiner MdB-Tour führte mich meine Reise dieses Mal über die ‚Ländergrenze‘ hinweg nach Tübingen. Der Tag startete am Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme. Prof. Michael Black und Prof. Dr. Bernhard Schölkopf, zwei absolute Koryphäen im Bereich der Künstlichen Intelligenz, informierten mich über den aktuellen Stand ihrer Forschungen, ihrer Visionen und auch Problemen, die es noch zu bewältigen gilt. Im ‚Robotic Lab’ habe ich unter anderem ‚Apollo‘ kennengelernt und durfte selbst einige Funktionen testen - genau das richtige für mein Informatikerherz! Auch bei der Präsentation der Brain-Computer-Interfaces und dem Maschinellen Lernen war es absolut inspirierend zu sehen, mit wieviel Leidenschaft die Forscher hier vorwärts gehen!

Ein weiteres Highlight, federführend ist hier die Uni Tübingen, waren die Informationen von Prof. Dr. Oliver Kohlbacher (ZPM Tübingen) zur personalisierten Medizin: Ein perfektes Beispiel dafür, wie wichtig die Schnittstelle zwischen Informatik und Medizin sowie die richtige Nutzung gesammelter Daten ist. Eine sehr informative Gesprächsrunde zum Thema ‚Zusammenarbeit von Industrie und Forschung‘ rundeten diesen Teil meines Besuchs ab.

Mein Fazit: Die Einrichtung des Cyber Valley macht es in Tübingen möglich, namhafte Forscher an den Standort zu holen. Dies ist absolut wichtig, wenn wir in Deutschland im Bereich Künstliche Intelligenz ‚mitspielen‘ wollen, anstatt abgehängt zu werden. Leider liegt eine große Herausforderung tatsächlich nach wie vor darin begründet, dass in Deutschland immer erst die Risiken und nicht die Chancen zuerst gesehen werden. Hier will ich meinen Beitrag dazu leisten, damit sich dies ändert!

Tübingen Uni

 CureVac, Tübingen

Der Firma CureVac ist es als erstem Unternehmen weltweit gelungen, das Botenmolekül Messenger-RNA (mRNA) medizinisch nutzbar zu machen. Das Prinzip ist vielversprechend: Natürliche mRNA wird als Informationsträger für die Bauanleitungen von Proteinen verwendet, durch die der Körper sein eigenes, maßgeschneidertes Medikament gegen eine Vielzahl von Erkrankungen selbst herstellen kann (Quelle: CureVac). Das Gespräch mit Dr. Ingmar Hoerr, Gründer und Aufsichtsratvorsitzender (Bild), hat mir einige neue Erkenntnisse im Bereich von Biotechnologien und deren Möglichkeiten eröffnet. Menschen wie Dr. Ingmar Hoerr sind eine absolute Bereicherung für die Forschung in unserem Land!

Mario mit Dr. Ingmar Hoerr von CureVac

Kommunalwahlen 2019

Besonderes Augenmerk lege ich natürlich auch die anstehenden Kommunalwahlen 2019. Die kommunalpolitische Basis vor Ort, die Mandatsträger in den Räten und im Kreistag, stellen die Grundpfeiler unserer Demokratie dar. Aus diesem Grund übe ich mein Mandat im Gemeinderat Rülzheim weiterhin aus und möchte dies selbstverständlich auch nach den Wahlen im nächsten Jahr tun.

Zur konkreten Planung meiner Unterstützung unserer kommunalen "Freiheitskämpfer" im Vorfeld der Wahlen, werde ich in Kürze an die Funktionsträger vor Ort herantreten.

Liberale Grüße,

Ihr Mario Brandenburg